KI schüttelt Branchen durcheinander – Meta kauft für 100 Mrd. USD bei AMD Chips – Nvidia mit starken Zahlen – KI-Revolution durch neue Anbieter wie Anthropic – Auto-Exporte schwach
Liebe Leser,
trotz, oder vielleicht durch eine Flut von Nachrichten treten die Aktienmärkte auf hohem Niveau auf der Stelle. Es zeichnet sich aber eher eine Sektoren-Rotation ab, als ein allgemeiner Gleichschritt. Die Künstliche Intelligenz schüttelt die verschiedenen Branchen ziemlich durch. Und es wird – wie erwartet – fast alle Branchen und Unternehmen betreffen. Ich selbst habe in den letzten Wochen mit meinen Teams in Projekten aus Energie und Signal-Technik extreme Sprünge in der Effizienz und Produktivität erreicht. Ich schließe daraus, dass man als „KI-Operator“ in der jetzigen Phase ganz neue Märkte erschließen kann. Den Punkt der allgemeinen Arbeitsplatz-Vernichtung sehe ich also überhaupt nicht! Der Produktivitäts-Schub ist gewaltig, wenn man die Technologie richtig anwendet.
Meta ist nach dem System-Wandel im KI-Business bereits auf die Google-Technologie gewechselt und wendet sich von Nvidia die High-Turbo Chips immer weiter ab. Meta kauft für 100 Milliarden US Dollar Hochleistungs-Chips bei AMD ein. Daneben hat Nvidia am Mittwoch nach Börsenschluss sein Ergebnis veröffentlicht. Die Zahlen waren erwartungsgemäß stärker als von Analysten geschätzt und die Aktie hat einen leichten Anstieg verbucht. Die Zahlen sind gigantisch! Und auch der Ausblick. Mittlerweile ist das KGV auf „nur noch 25“ geschrumpft. Das ist nicht mehr übertrieben, wie einst zuvor. Allerdings weiß man jetzt auch nicht, wann eines Tages die Luft aus dem gesamten Markt geht bzw. Konkurrenz auf den Markt kommt. Denn die Brutto-Marge liegt bei 75,2% – das ist „Sky-Rocket“.
Übrigens nimmt der Spruch „Neuer Deep-Seek Moment“ in der Künstlichen Intelligenz die Runde. Als die kostenlose KI aus China (Deepseek) seinen Dienst gestartet hat, wurden erstmals Marktanteile von OpenAI abgegriffen. Jetzt ist Anthropic auf der Überholspur und schlägt mit claude.ai quasi alle bestehenden Angebote. Es sind quasi Agenten, die wirklich ganze Abteilungen ersetzen. Ich nutze es selbst und bin wirklich fasziniert. Vor wenigen Monaten hat mich ein guter Freund auf die Angebote aufmerksam gemacht und sich schon in den ersten Finanzierungsrunden beteiligt. Nun, ich habe leider davon erst zu spät erfahren, aber hätte mitgemacht. Was ich damit sagen will: wir stehen erst am Anfang dieser Revolution und es bietet sehr viele Möglichkeiten! Es wird aktuell zu viel über die Gefahren gesprochen, weil der Mensch Veränderungen hasst, wie der Teufel das Weihwasser. Also: wir werden noch viele Investitions-Möglichkeiten finden – es ist ähnlich wie zu Internet-Zeit.
Aus Deutschland erreicht uns eine ganze Reihe von negativen Schlagzeilen. Rund 1/3 deutscher Automobil-Exporte nach China sind eingebrochen. Zum Glück fliegt der „Viel-Flieger Merz“ mit seiner Delegation nach China, um den „Karren“ sprichwörtlich aus dem Dreck zu ziehen. Das doofe ist nur, dass selbst die Seilwinde von einem chinesischen Hersteller gekauft werden muss. Spaß beiseite, liebe Leser. Langsam aber sicher geht es bei vielen Unternehmen ums nackte Überleben. Die Gas-Speicher sind sehr knapp. Ich kann an dieser Stelle nur das kommentieren, was Fachleute berichten und die Warnungen sich häufen. Nach dem Motto: „es hat ja immer funktioniert“ scheinen sowohl die Bürger als auch politischen Funktionäre an dieser Stelle zu agieren. Doch die Insolvenz-Welle bricht keineswegs ab. Geben Sie einfach in einer Suchmaschine „Insolvenz“ ein. Es sind auch große Mittelstands-Unternehmen mit drin. Auf der anderen Seite hatte ich letzte Nacht wieder einen interessanten Zoom-Call mit Teams aus der Robotic aus dem Süden Deutschlands. Es ist Wahnsinn, wie weit viele deutsche Unternehmen trotz der Gängelei sind und sich an der Weltspitze halten. Vielleicht ist es auch nur eine Art von Training und wenn diese Unternehmen das wieder mit guten Rahmenbedingungen arbeiten können, zurück auf dem Weltmarkt Spitzenplätze erreichen.
Wie geht’s an den Börsen weiter?
Die Berichtssaison ist weitestgehend abgeschlossen. In der nächsten Woche erreichen uns wieder die monatlichen Konjunktur-Daten. Doch ich sehe das Thema Iran/Israel/USA als den wichtigsten Faktor. Allerdings muss man auch sagen: je mehr darüber gesprochen wird und die Einschätzung für einen Krieg stehen, desto mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit. Ich weiß es nicht, liebe Leser. Es sind Spekulationen und bei Spekulationen lohnt sich eher langfristig zu investieren. Am Montag erscheint wieder meine Premium-Ausgabe beim www.SWISSMONDAY.de, zu dem ich Sie gerne einlade. Bislang habe ich das Thema noch nicht definiert. Also ich bin selbst auf das Ergebnis gespannt. Allerdings muss ich sagen, dass ich an meiner Strategie von Gold und Minen-Aktien keine Veränderung vornehme. Mal schauen, ob ich noch ein neues Investment finde, das ich im „Rainers Depot“ kaufe.
Ich wünsche ein tolles Wochenende!
Ihr
Rainer Hahn
Chefredakteur